E-Bike Test 2020 – Die beliebtesten E-Bikes im Vergleich

Es bringt im Schnitt 20 bis 25 kg auf die Waage und brettert mit 25 bis 45 km/h durch die Gegend. Das E Bike ist absolut in, ja verkauft sich in Deutschland besser denn je. Fanden 2008 noch 110.000 Exemplare einen Absatz, waren es 2018 bereits 980.000. Und der Trend reißt nicht ab. Immer mehr Radfahrer wollen den Komfort der Elektromobilität nicht länger missen. Aus gutem Grund. Schließlich erlaubt ein E Bike, die Kräfte zu schonen und die Arbeit dem Motor zu überlassen. Auch wenn es sich bei einem E Bike mithin im Prinzip schlicht und einfach um ein Fahrrad mit Motorunterstützung handelt, ist nicht alles Gold, was glänzt.

Bestenliste der E-Bikes – Stand: Dezember 2020

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TESTSIEGER

Ergebnis

99 %
SEHR GUT

  • Preis ab € 1.699,00
  • Fahrradtyp Mountainbike
  • Schaltung 9-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 400Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 110 km




2. PLATZ

Ergebnis

98 %
SEHR GUT

  • Preis ab € 1.706,00
  • Fahrradtyp Trekkingbike
  • Schaltung 10-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 500Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 155 km




3. PLATZ

Ergebnis

98 %
SEHR GUT

  • Preis € 1.199,00
  • Fahrradtyp Mountainbike
  • Schaltung 21-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 624Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 120 km




4. PLATZ

Ergebnis

97 %
SEHR GUT

  • Preis € 3.149,00 € 2.699,00
  • Fahrradtyp Trekkingbike
  • Schaltung 8-Gang Nabenschaltung
  • Scheibenbremsen Nein
  • Akkukapazität 540Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 150 km




5. PLATZ

Ergebnis

97 %
SEHR GUT

  • Preis € 3.049,00
  • Fahrradtyp Citybike
  • Schaltung 8-Gang Nabenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 650Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 170 km




6. PLATZ

Ergebnis

96 %
SEHR GUT

  • Preis ab € 715,00
  • Fahrradtyp Trekkingbike
  • Schaltung 9-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 400Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 120 km




7. PLATZ

Ergebnis

95 %
SEHR GUT

  • Preis ab € 715,00
  • Fahrradtyp Faltrad
  • Schaltung 7-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 540Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 40-110 km




8. PLATZ

Ergebnis

93 %
SEHR GUT

  • Preis € 2.999,00 € 2.444,00
  • Fahrradtyp Citybike
  • Schaltung 8-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 500Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 190 km




9. PLATZ

Ergebnis

92 %
SEHR GUT

  • Preis € 4.099,00 € 3.479,00
  • Fahrradtyp Mountainbike
  • Schaltung 10-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 500Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 120 km




10. PLATZ

Ergebnis

92 %
SEHR GUT

  • Preis € 3.599,00 € 2.499,00
  • Fahrradtyp S-Pedelec
  • Schaltung 11-Gang Nabenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 603Wh
  • Leistung 350W
  • Max. Geschwindigkeit 45 km/h
  • Max. Reichweite 80 km




11. PLATZ

Ergebnis

91 %
SEHR GUT

  • Preis € 2.899,00 € 2.499,00
  • Fahrradtyp Trekkingbike
  • Schaltung 10-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 500Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 150 km




12. PLATZ

Ergebnis

90 %
SEHR GUT

  • Preis € 3.799,00 € 3.148,00
  • Fahrradtyp Trekkingbike
  • Schaltung 11-Gang Kettenschaltung
  • Scheibenbremsen Ja
  • Akkukapazität 500Wh
  • Leistung 250 Watt
  • Max. Geschwindigkeit 25 km/h
  • Max. Reichweite 130 km




Alle Angaben zum Leistungsumfang, Preise und Features der vorgestellten Produkte sind ohne Gewähr. Es gelten die Angaben, welche direkt vom Anbieter bereitgestellt werden.

Antriebsart: Front-, Mittel- oder Heckmotor?

Ein flüchtiger Blick auf die einschlägigen E Bike Testsieger des Jahres 2019 genügt, um zu wissen, dass zur Stunde Mittelmotoren das Maß aller Dinge sind. Auch wenn hie und da noch ein Frontmotor (Vorderradnabenmotor) von sich reden macht, hat er an sich ausgedient. Das Ziehgefühl, das sich durch seine Positionierung in der Nabe des Vorderrads zwangsläufig ergibt, ist gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt, dass neben der trägen Lenkung auch die allfällige Nässe den Unwillen der Fahrer erregt. Heißt auf gut Deutsch gesagt: Die Räder drehen mitunter durch. Vorteilhaft ist lediglich die gute Handhabung, nachdem sich der Frontmotor problemlos auswechseln lässt.

Der Hinterradantrieb besticht durch seine Leistungsstärke und gleicht im Fahrgefühl einem normalen Fahrrad. Er wartet mit einer guten Traktion auf, überhitzt aber auf Bergfahrten ungebührlich schnell. Bedingt durch die komplexe Bauweise sind Reparaturen und Wartungen alles andere als ein Kinderspiel. Verwendung findet der Heckmotor (Hecknabenmotor) vor allem in Trekkingrädern, kombinierbar ist er allerdings ausschließlich mit einer Kettenschaltung.

Im Unterschied dazu kann der Mittelmotor (Tretlagermotor) gleich dem Frontmotor mit allen Schaltungen kombiniert werden. Namentlich Mountainbikes schreien nach dem Mittelmotor, nachdem dessen Sitz am Tretlager für eine gute Schwerpunktlage und damit für einen entsprechenden Fahrkomfort sorgt. Einziger Nachteil des Mittelmotors ist sein vergleichsweise lauter Betrieb.

Keine offenen Wünsche: Die E Bike Typen

Wie der E Bike Test zeigt, ist mittlerweile alles auf dem Markt, was das Herz begehrt. Weder ist die Bewegungseinschränkung ein Hindernis, der Passion des Radsports zu frönen, noch muss der Tech-Freak auf die geliebten Smartfunktionen verzichten. Handelt es sich nicht gerade um ein Unisex-Modell, unterscheiden sich die E Bikes der Herren von jenen der Damen in der Größe der Laufräder (28 Zoll) und in der Rahmengröße. Den Grundauflagen genügen sämtliche Elektrofahrräder, die Unterscheidung verschiedener Typen ist vielmehr dem individuellen Anspruch des Radfahrers geschuldet.

E-Citybike

In der E-Urban-Modellreihe zielt das Kalkhoff E Bike auf Alltagstauglichkeit, Funktionalität und Kompaktheit ab und kommt damit der Absicht des Radfahrers entgegen, in der Stadt möglichst rasch von A nach B zu gelangen. Das E-Citybike ist das ideale Modell für den Einsteiger. Aber nicht nur für ihn. Der tiefe Einstieg der stylishen Räder kommt vor allem Menschen mit Bewegungseinschränkung zupass. Ohne Oberrohr fällt der Einstieg wesentlich leichter. Im Verein mit einer optimalen Lage des Schwerpunkts bietet dieses Modell höchste Sicherheit. Ein bequemer Sattel sorgt für den nötigen Komfort, während ein ausladender Gepäckträger oder Fahrradkorb täglichen Besorgungen oder Dienstfahrten entgegenkommt. Wer allerdings auf hohe Geschwindigkeiten, Geländegängigkeit und niedriges Gewicht aus ist, ist mit einem E-Citybike schlecht bedient.

E-Mountainbike

Mit der Entscheidung für ein KTM E Bike fährt der passionierte Radfahrer allemal gut. Immerhin besticht die österreichische Zweiradschmiede bereits seit 1964 durch Kompetenz und zählt namentlich bei E-Mountainbikes zu den Topmarken. Mit stark profilierten, breiten Reifen, einem robusten Rahmen, einem schmalen Sattel und einem kraftvollen Motor ist das E-Mountainbike bestens fürs unwegsame Gelände gerüstet. Viele Gänge und starke Bremsen zeugen ebenso wie die effiziente Federung von kompromissloser Funktionalität.

E-Trekkingbike

Während nun das KTM E Bike vornehmlich durch Sportlichkeit glänzt, wird beim Kalkhoff E Bike wenigstens zur Stunde die Gemütlichkeit großgeschrieben. So ist die E-Comfort-Flotte ausschließlich dem Fahrkomfort verschrieben und wartet unter anderem mit Retro-Optiken auf. Generell ist das E-Trekkingbike mit schmalem Rahmen, schmalem Sattel und schmalen Reifen auf lange Touren ausgelegt. Mit 24 und mehr Gängen lässt das E-Trekkingbike das E-Citybike alt aussehen, dafür ist der höhere Einstieg für bewegungseingeschränkte Radfahrer ein veritables Problem. Gute Bremsen im Verein mit einem robusten Rahmen, einer hellen Beleuchtung und einem stabilen Gepäckträger zeugen von der Tatsache, dass das E-Trekkingbike ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit steht.

E-Crossbike

Das E-Crossbike ist die sportlichere Version des E-Trekkingbikes. Allein die leicht geneigte Sitzhaltung bürgt für entsprechende Dynamik, die Bereifung und die Rahmengeometrie tun ein Übriges. Ob Asphalt oder Forst- und Schotterweg, das E-Crossbike ist sich für keinen Untergrund zu schade.

E-Rennrad

Wer für hohe Geschwindigkeiten schwärmt, entscheidet sich naturgemäß für ein E-Rennrad. Der intelligente Leichtbau gepaart mit einem Antrieb, der sich nahtlos in die Rahmengeometrie einfügt, bürgt für einen Geschwindigkeitsrausch, der unvergessen bleibt.

E-Klapprad

Der Name ist Programm. Mit wenigen Handgriffen ist das E-Klapprad zusammengeklappt und damit bereit für die Weiterfahrt in Bus oder Bahn. Der kantige Rahmen mag nicht nach jedermanns Geschmack sein, dafür erweist sich der tiefe Einstieg als so vorteilhaft wie die Platz sparende Lagerung. Beispiele dafür sind der Hersteller NCM und Flyer.

Der Akku: Alles über das Laden

Der Energiegehalt eines Akkus bemisst sich an der Zahl der Wattstunden (Wh). Aus dem E Bike Test erhellt, dass die aktuellen Akkus über eine Kapazität von 300 bis 600 Wh verfügen. Damit reicht eine Akkuladung eines günstigen E Bike für eine Reichweite von 100 km, während in der Mittelklasse Reichweiten von 100 bis 200 km drin sind. Mit der Akkuladung von Luxusmodellen sollten hingegen mehr als 200 km möglich sein.

Insgesamt können gute E Bike Akkus bis zu 1500-mal ge- und entladen werden, ehe sie den Geist aufgeben und ausgetauscht werden müssen. Wie die Akkus der aktuellen E Bike Testsieger zeigen, ist mit Kosten von 0,13 bis 0,18 Euro je Ladung zu rechnen. Generell werden die Kosten mit 10 bis 15 Cent für eine einzelne Ladung beziffert.

Anfahrhilfe & Co: Checkliste beim Kauf

Anfahrhilfe

Die Anfahrhilfe ist nahezu schon Standard. Mit ihr ist eine Geschwindigkeit von 6 km/h ohne Tretbewegungen drin. Als nützlich erweist sich die Anfahrhilfe bedingt durch die vielen Stopps speziell im Stadtverkehr.

Reichweite

Weit gefehlt, zu glauben, dass die Reichweite einzig und allein eine Frage der Akkukapazität ist. Fahrbahnbeschaffenheit, Fahrergewicht, Reifendruck und Tretunterstützung durch den Fahrer sind dito maßgebliche Parameter, die für die Reichweite verantwortlich zeichnen.

Ladezeit

Im Allgemeinen gelten Lithium-Ionen-Akkus mit 500 Ladezyklen als Richtmaß, über die Ladezeit sagen sie allerdings nichts aus. Mit 2 bis 9 Stunden ist zu rechnen, bis der Akku wieder einsatztauglich ist.

Leistung

Die Motorleistung ist vor allen Dingen bei E-Mountainbikes von Belang. Damit dem Fahrer das Rad beim steilen Anstieg nicht den Dienst versagt, ist wenigstens eine Leistung von 250 Watt bei einem Drehmoment von 48 Nm gefordert. Gute Mountainbikes haben allerdings bis zu 500 Watt und 75 Nm im Angebot.

Gewicht

Aus einem einschlägigen E Bike Vergleich erhellt, dass die Elektrofahrräder für gewöhnlich nicht mehr als 25 kg wiegen. Das ultraleichte E-Rennrad zeigt sich aber mit seinen 10 kg und weniger besonders sportlich. Belastbar sind die E Bikes im Allgemeinen mit 120 bis 150 kg. Zu beachten gilt es dabei, dass diese Gewichtsobergrenze das allfällig mitgeführte Gepäck mit einschließt.

LCD-Display

Wer sich gegen böse Überraschungen schützen will, sieht zu, dass ihn ein LCD-Display über die Akkuladung auf dem Laufenden hält.

Hydraulische Scheibenbremsen

Die Bremswirkung von hydraulischen Scheibenbremsen ist ungleich besser als jene der Felgenbremsen.

USB-Ladebuchse

Inwieweit die Möglichkeit, sein Handy über den Akku des E Bikes aufzuladen, im E Bike Vergleich nicht fehlen darf, bleibt dahingestellt. Tech-Freaks werden jedenfalls ihre helle Freude daran haben.

Helmpflicht oder Führerschein: Was ist Vorschrift?

Die Sache ist rasch erklärt. Entscheidend ist, ob es sich beim Elektrofahrrad um ein Pedelec, ein S-Pedelec oder ein E Bike handelt. So unterstützt ein Pedelec (Pedal Electric Cycle) den Fahrer elektrisch ausschließlich dann, wenn er sich höchstselbst betätigt und ordentlich strampelt. Mehr als eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h ist in der Unterstützung durch den Elektromotor nicht drin. Alles, was darüber hinausgeht, ist das Ergebnis der eigenen Muskelkraft. Dementsprechend ist das Pedelec seit 2017 in Deutschland dem Fahrrad gleichgestellt und darf ohne Helm und ohne Führerschein selbst oder namentlich auf Radwegen gefahren werden.

Im Unterschied dazu gilt das S-Pedelec (Speed-Pedelec) als Kleinkraftrad, für das es eines Führerscheins (Klasse AM), eines Kennzeichens und eines Helms bedarf. Das bis 45 km/h schnelle S-Pedelec, in dem ohne Tretbewegung eine Geschwindigkeit von 20 km/h drin ist, wird auf Radwegen nicht geduldet, auf Fahrradstraßen ist hingegen die Fahrt erlaubt, sofern Kleinkrafträder hier ausdrücklich zugelassen sind. Hier finden Sie mehr Details zu einem S-Pedelec Bike.

Eine Helmpflicht besteht für das bis zu 20 km/h schnelle E Bike, das ohne Tretbewegung auskommt, nicht, dafür ist ein Mindestalter von 15 Jahren Vorschrift und braucht es eine Mofaprüfbescheinigung sowie ein Versicherungskennzeichen. Innerorts dürfen e-Bike-freie Radwege benützt werden, außerorts ist die uneingeschränkte Nutzung der Radwege möglich.

Fazit

Die Vorteile von Elektrofahrrädern sind nicht von der Hand zu weisen. Als umweltfreundliche Fortbewegungsmittel taugen sie für große Distanzen gleichermaßen wie für Kurzstrecken. Im Gebirge machen sie eine nicht minder gute Figur als im Flachgelände. Wer mithin mit dem Radsport kokettiert, ist gut beraten, mit einem Elektrofahrrad sein Debüt zu geben. Längst sind die Zeiten vorbei, da klobige Motoren für eine unliebsame Optik sorgten. Das Design kann sich nicht anders als die Leistung sehen lassen. Und: Ein Gewissen braucht sich der Radfahrer aus seinem E Bike mitnichten zu machen. Spätestens wenn er mit dem Pedelec mächtig in die Pedale tritt, steht der Gesundheitsbeitrag nicht länger infrage.